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Notwendigkeit des Klimabedingten Feuchteschutzes


Die meisten Schäden an Bauwerken entstehen durch das Einwirken von Feuchtigkeit. Wo sie auftritt
kann Stahl rosten und Holz faulen, können Steine verwittern und Oberflächenbeschichtungen, wie Putze,
Lacke, Tapeten, sich lösen.

Früher, als man verhältnismäßig dicke Wände aus ein und demselben Baustoff verwendet hatte
( homogener Baustoff ), war die Gefahr der Durchfeuchtung gering.
Heute sind die vielfach verwendeten Bauteile aus mehreren Schichten aufgebaut, die eine unterschiedliche
Wärmeleit- und Diffusionsfähigkeit besitzten. Die Gefahr der Durchfeuchtung der Bauteile durch die Bildung
von Tauwasser ist heute größer geworden.


DIN 4108-3

Feuchte an und in Gebäuden hat einen Einfluss auf die Beanspruchung von Bauteilen und auf das Raumklima
unter den Aspekten der Behaglichkeit und Hygiene.

Feuchtigkeit tritt an und in Gebäuden in unterschiedlichster Weise auf:

als flüssiges Wasser
als Eis
als Wasserdampf / Kondensat

Während flüssiges Wasser und Eis eher im Aussenbereich zu finden sind, treten Feuchtigkeitsprobleme die durch Wasserdampf und oder Kondensat verursacht werden, überwiegend im Gebäudeinneren von Bauteilen auf.
Es handelt sich um Belastungen durch Wasserdampfdiffusion und aus Konvektion verursachte Kondensatbildung.

Feuchtigkeitsprobleme durch flüssiges Wasser im Gebäudeinneren oder innerhalb von Bauteilen können auch durch kapillaren Wassertransport verursacht werden.

Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen

Wasserdampfdiffusion

In der Raumluft befindet sich grundsätzlich eine gewisse Menge an Waserdampf.

Diese Menge ist einerseits temperaturabhängig, zum anderen hängt sie von der Umgebungsfeuchte ab.
So wird in einen Raum,
in dem Personen sich aufhalten und Grünpflanzen befinden, eine höhere Wasserdampfmenge vorhanden sein, als in einen Raum in den sich Personen nur 2 Stunden am Tag aufhalten und keine Pflanzen stehen.

In den Zimmer mit den Pflanzen herrscht eine höhere relative Luftfeuchtigkeit als in den Zimmer ohne Pflanzen.

Wasserdampfteildruck

Annähernd identisch zur relativen Luftfeuchte lässt sich die Wasserdampfmenge in der Raumluft auch durch den sog.
Wasserdampf- Teildruck darstellen.
Dieser ist umso höher, je wärmer die Raumluft ist und je mehr Wasserdampf in der Luft enthalten ist. Es gibt für jede Lufttemperatur
auch einen max. Wasserdampfdruck, der sog. Wasserdampfsättigungsdruck.

Der Wasserdampfsättigungsdruck

entspricht 100 % der relativen Luftfeuchte und kann unter atmosphärischen Bedingungen nicht überschritten werden.


Wir wissen das je nach Wetterlage die Luft einen mehr oder weniger großen Anteil an Wasserdampf enthält.
Ist der Wasserdampfgehalt gering, dann sprechen wir von einer trockenen Luft, ist er dagegen sehr groß, dann empfinden wir die Luft als unangenehm feucht.

Die Luft empfinden wir als behaglich wenn sie weder zu trocken noch zu feucht ist. In Aufenthaltsräumen in denen hohe Leistungen erbracht werden müssen, ist aus diesem Grund eine Klimaanlage installiert.

Nur kann und wird sich nicht jeder, aus diesem Grund eine Klimaanlage anschaffen.

>Für die nicht klimatisierten Räume gilt<

Die herrschende Luftfeuchtigkeit in nicht klimatisierten Räumen wird von der Wetterlage beeinflusst.
Bei Nebel oder Regen ist die Luftfeuchtigkeit sehr hoch, während sie bei trockenem und heiteren Wetter
entsprechend niedrig ist.

Hohe Luftfeuchtigkeit in Räumen kann aber auch noch ganz andere Ursachen haben.

ungenügend ausgetrocknete Baustoffe
Wasserdampfabgabe durch Personen ( schwitzen ) stündlich ca. 40 gramm
Entstehung von Wasserdampf beim Kochen, Baden, Waschen, Schlafen
häufiges feuchtes reinigen ohne entsprechendes Lüften
arbeiten bei denen Wasser verwendet werden muss.

Die einfachste und wirkungsvollste Methode um die entstandene Feuchtigkeit ableiten zu können, ist das Ablüften.
Aus hygienischen Gründen sollte in Wohnräumen das Luftvolumen stündlich 1-3 mal ausgetauscht werden.

Bei undichten Fenster und Türfugen erfolgt ohnehin ein erheblicher Luftaustausch ohne besonderes Zutun.
Im Rahmen der Energieeinsparmaßnahmen werden Fenster- Türfugen abgedichtet, so dass der notwendige Luftaustausch
durch regelmäßige und kurze Belüftung von den Bewohnern durchgeführt werden sollte.

Dies ist deßhalb so wichtig, weil nur ein ganz kleiner Prozentsatz von 1-2 % der anfallenden Feuchtigkeit
durch die Konstruktion entweichen kann.
Die durch die Konstruktion abwandernde Feuchtigkeit ist dennoch so groß, daß sie bei unsachgemäßer
Ausbildung der Konstruktion zu beträchtlichen Bauschäden führen kann.

Wassertransport in Baustoffen

Bei einem kapillaren Wassertransport handelt es sich um den Transport von flüssigen Wasser in den Kapillaren eines Baustoffes.
Wasser in flüssiger Form kann z.B. durch Kondensatbildung im Bauteilquerschnitt in ein Bauteil eingetragen werden.
Es kann aber auch über den Außenbereich des Bauteils zugeführt werden, wie etwa durch Schlagregenbeanspruchung einer Fassade.

Die Kapillarkräfte bewirken dann einen Weitertransport bzw. eine Verteilung des Wassers in den Kapillaren des Baustoffes.